Instandhaltungskosten steigen in Berlin um +93 % in den letzten 10 Jahren
Wo Wohnungsunternehmen beim Hauszugang sparen können
Die Kostenschere in der Instandhaltung
Die Kosten für Instandsetzung sind zwischen 2016 und 2025 um mehr als 93 Prozent gestiegen, die Mieten im selben Zeitraum um rund 22 Prozent. Diese Zahlen nannte Ingo Malter, Sprecher der sieben landeseigenen Wohnungsunternehmen in Berlin, Ende September 2026.
Doch Berlin ist kein Einzelfall. Wohnungsunternehmen, Genossenschaften und Hausverwaltungen in ganz Deutschland stehen vor derselben Aufgabe. Der Bestand muss instandgehalten und modernisiert werden, während die Budgets kaum mitwachsen.
Damit wird jede Investition zur Abwägung. Jeder Euro, der an einer Stelle eingespart wird, steht für Heizung, Fassade oder Dach zur Verfügung.
Wenn der Neubau stockt, rückt der Bestand in den Fokus
Das ifo Institut erwartet für 2026 nur rund 185.000 fertiggestellte Wohnungen in Deutschland. 2025 waren es laut Statistischem Bundesamt 206.600, so wenige wie seit 2012 nicht mehr. Erst 2028 sollen die Fertigstellungen mit 210.000 Einheiten wieder leicht über dem Wert von 2025 liegen.
Für die Wohnungswirtschaft heißt das, dass der vorhandene Bestand länger und besser genutzt werden muss. Investitionen fließen zunehmend in Sanierung und Modernisierung statt in Neubau.
Das betrifft auch die Technik am Hauseingang. Im Neubau lassen sich Klingelanlagen mit Kabeln und Innenstationen einfach einplanen, da die Wände bereits offen sind. Im Bestand kann genau das zum Kostentreiber werden.
Warum herkömmliche Klingelanlagen im Bestand teuer werden
Klassische Gegensprechanlagen hängen an Kabeln, die durch das ganze Gebäude laufen, vom Hauseingang bis in jede Wohnung. Geht eine herkömmliche Klingelanlage kaputt, verursacht das Kosten an drei Stellen.
- Fehlersuche: Fällt die Anlage aus, etwa durch einen Kabelbruch, muss der Fehler erst gefunden werden. Im schlimmsten Fall werden dafür gleich mehrere Wände geöffnet.
- Erneuerung: Wird die Anlage ersetzt, müssen oft neue Kabel verlegt und in jeder Wohnung möglicherweise neue Innenstationen montiert werden.
- Koordination: Für Arbeiten in den Wohnungen braucht es Termine mit jedem einzelnen Haushalt. Das bindet Zeit in der Hausverwaltung und belastet die Mieterinnen und Mieter.
Der Intratone-Ansatz: Arbeit ausschließlich am Hauseingang
Intratone-Gegensprechanlagen nutzen das Mobilfunknetz statt Kabel im Gebäude. Die Installation beschränkt sich somit auf den Hauseingang.
Dort wird die Gegensprechanlage mit vier Komponenten verbunden:
- dem vorhandenen Stromanschluss
- dem Übertragungsmodul
- der Zentraleinheit
- dem Türöffner/E-Öffner
Als Innenstationen dienen die Smartphones oder Festnetztelefone der Bewohnerinnen und Bewohner. In der Praxis bedeutet das, dass niemand in die einzelnen Wohnungen muss, es werden keine Kabel verlegt und keine Innenstationen ausgetauscht. Auch bei möglichen Reparaturen bleibt die Arbeit am Hauseingang, denn es gibt keine Kabel in den Wänden, deren Bruch erst gesucht werden muss.
Das bringt vier konkrete Vorteile:
- Schnelligkeit: Die Installation ist oft in weniger als einem Tag abgeschlossen, ganz unabhängig von der Objektgröße und den Wohneinheiten, ob 8 oder 1000 WEs
- Mieterfreundlichkeit: Keine individuellen Termine und kein Baustaub in den Wohnungen oder dem Hausflur.
- Weniger Koordination: Die Hausverwaltung muss keine Einzeltermine mit allen Haushalten abstimmen.
- Sofort einsatzbereit: Die Anlagen werden vorkonfiguriert geliefert und sind nach der Installation sofort einsatzbereit.
Das schafft Einsparpotenzial im Betrieb
Die größten Einsparungen entstehen im laufenden Betrieb. Viele Aufgaben, für die bisher jemand vor Ort sein musste, erledigt die Hausverwaltung oder die Genossenschaft ab sofort über die Verwaltungs-Webseite am Computer.
Die versteckten Kosten von Terminen vor Ort
Rechenbeispiel für eine Liegenschaft, die 15 bis 20 Kilometer entfernt liegt:
- Fahrtkosten: 30 – 40km hin und zurück x 0,30 Euro/km = Kosten: 9-12 Euro
- Fahrzeit: 1 Stunde hin und zurück x 20-40 Euro/Std. Kosten: 20-40 Euro
- Arbeitszeit vor Ort: 1 Stunde x 20-40 Euro/Std. Kosten: 20-40 Euro
So liegen die Gesamtkosten, um die Namenschilder von nur einer Liegenschaft auszutauschen, schnell bei einem Betrag von rund 49–92 Euro pro Stunde.
Zieht man hier in Betracht, dass die meisten Hausverwaltungen eine Vielzahl von Liegenschaften betreuen und befahren müssen, so kommt hier schnell eine größere Summe gepaart mit einem hohen Zeitaufwand zusammen, Zeit, die sonst für größere Projekte eingeteilt werden könnte.
Rechenbeispiel für 1.000 Wohneinheiten
Pro Jahr werden rund 7 Prozent aller Namensschilder gewechselt. Bei 1.000 Wohneinheiten sind das rund 70 Wechsel pro Jahr.
- Kosten pro Schildwechsel für herkömmliche Klingelanlagen: zwischen 49-92 Euro pro Stunde
- Kosten pro Schildwechsel mit Intratone: 3 Euro (rund 2 Minuten Arbeitszeit)
- Kosten von 70 Namenschildern herkömmliche Klingelanlagen: 70 x 50 Euro = 3.500 Euro
- Kosten von 70 Namenschildern mit Intratone: 70 x 3 Euro = 210 Euro
Die Rechnung verdeutlicht, dass gerade der Zeitaufwand für das Auswechseln von Namensschildern an den Klingelanlagen schnell zur Kostenfalle wird.
Über die Verwaltungs-Webseite können exakt diese Vor-Ort-Termine minimiert werden. Zieht ein neuer Mieter ein, wird das Klingelschild über die Fernverwaltung in rund zwei Minuten geändert. Das Drucken, Hinfahren und Austauschen entfallen komplett, was zu einer direkten Reduktion der Kosten beiträgt.
Zutritt für Dienstleister über ein integriertes Codepad
Mit einem integrierten Codepad an der Gegensprechanlage erhalten Dienstleister einen eigenen Zugangscode, zum Beispiel die Hausreinigung jeden Mittwoch. Das gilt ebenso für Pflegedienste, Ablesedienste oder Handwerker. Schlüssel müssen weder übergeben noch eingesammelt werden.
Planbare Kosten über die gesamte Laufzeit
Weil weder Innenstationen noch neue Verkabelung nötig sind, sinken Material- und Installationskosten. Ein Beispiel: Bei einem Objekt mit 16 Wohneinheiten liegt eine Gegensprechanlage, die über das Mobilfunknetz läuft, gut 2.000 Euro unter den Kosten einer herkömmlichen Klingelanlage.
Auch die laufenden Kosten bleiben überschaubar. Für die Anbindung stehen zwei Modelle zur Wahl:
- Prepaid-Kommunikationsmodell: 15 Jahre inklusive zum Festpreis.
- Subscription-Kommunikationsmodell: ab rund 1 € pro Wohneinheit, pro Monat.
So können Wohnungsunternehmen die Kosten für den Hauszugang über viele Jahre im Voraus planen.
Der Vorteil für Genossenschaften
Genossenschaften verfolgen ein klares Ziel: guten Wohnraum zu bezahlbaren Preisen für ihre Mitglieder. Jede Einsparung im Betrieb kommt diesem Ziel direkt zugute.
Des Weiteren hat sich die Wohnungswirtschaft das Ziel gesetzt, ihren Gebäudebestand bis 2045 klimaneutral zu machen. In der Initiative Wohnen.2050 arbeiten dafür mehr als 240 Unternehmen und Verbände zusammen, darunter auch Genossenschaftsverbände. Den größten Hebel haben Heizung und Dämmung. Doch auch im Betrieb zählt jeder Beitrag: Jede Fahrt, die dank der Verwaltungs-Webseite entfällt, spart Emissionen.
Ein moderner Hauseingang, der sich an den Alltag der Bewohner anpasst
Der Alltag der Bewohnerinnen und Bewohner hat sich verändert. So wird vieles heute ganz selbstverständlich von unterwegs über das Smartphone erledigt. Kaum jemand möchte noch zu Hause warten müssen, um beispielsweise ein Paket anzunehmen.
Eine moderne Video-Gegensprechanlage passt sich diesem Alltag an. Über die App sehen Bewohnerinnen und Bewohner auch unterwegs, wer vor der Tür steht, und können bei Bedarf direkt Zutritt gewähren, zum Beispiel für den Paketboten. So bleiben sie flexibel und müssen ihren Alltag nicht nach der Haustür richten.
Wenn immer mehr Bereiche des Lebens mobil werden, sollte der Hauseingang keine Ausnahme sein.
Am Hauseingang sparen, in den Bestand investieren
Die Kostenschere in der Instandhaltung wird sich so schnell nicht schließen, und der Neubau bleibt auf niedrigem Niveau. Umso wichtiger ist es, Budgets gezielt einzusetzen.
Die Gegensprechanlage ist dafür ein guter Ansatzpunkt. Mit einer Installation, die nur am Hauseingang stattfindet, und der Nutzung einer Verwaltungs-Webseite im Betrieb lassen sich Kosten senken, die bei herkömmlichen Anlagen Jahr für Jahr anfallen. Das gesparte Geld steht für die Sanierungen zur Verfügung, die gerade Priorität haben.
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