Eine kleine Schlüsselgeschichte

Vom manuellen zum elektronischen Schlüssel

Lange bevor Intratone mit modernsten Möglichkeiten elektronische Schließsysteme erschloss, gab es ihn bereits – den klassischen Schlüssel. Von seiner Urgestalt bis hin zum modernen Zugangssystem via Transponder – so nahm die Geschichte ihren Anfang:

Vor- und Frühgeschichte

Aus der späten Bronzezeit sind Bodenfunde von bronzenen Schlüsseln in Form von sichelförmigen Haken gemacht worden. Sie bestehen aus zwei Teilen: dem Griff, der häufig einen Ringabschluss aufweist und dem langen hakenförmigen Schaft, welcher kurz vor dem Ende noch einmal nach innen gebogen ist. Der Griff ist manchmal tordiert oder mit plastischen Querrippen verziert. Besonders aufwendig gearbeitete Schlüssel weisen auch Entlein oder stilisierte Wasservögel auf. Mit diesen bronzezeitlichen Schlüsseln wurden einfache Schlösser aus Holz betätigt.

Antikes Griechenland

Seit etwa 1000 v. Chr. verwendeten die Griechen bereits bronzene Tempelschlüssel, die mit einer Länge von bis zu 50 cm auf der Schulter getragen werden mussten und Priestern und Priesterinnen als Symbol ihrer Würde und Macht dienten. Sie waren zudem für hölzerne Schlösser vorgesehen, innerhalb derer mit einem gezielten seitlichen Stoß des Schlüssels ein Riegel zur Seite geschoben wurde. Um das Schloss wieder zu schließen, zog man den Riegel einfach mithilfe eines Riemens zurück an seinen Platz. Die anschließende Version, der lakonische Schlüssel, revolutionierte das Schlüssel-Schloss-Prinzip und besaß bereits drei oder gar vier Zähne, die im Schlossmechanismus entsprechende Sperrklötzchen anhoben. Er bot das Vorbild für die folgenden keltischen und römischen Schlüssel.

Keltische Schlüssel

Eine wichtige Form der keltischen Schlüssel sind die sogenannten Sanzeno-Schlüssel. Sie wurden nach ihrem Fundort benannt und weisen eine Größe von 35-52cm auf. Bislang wurden ca. 50 dieser Schlüssel aus Bronze oder Eisen entdeckt, die höchstwahrscheinlich eine Frühform der Hebe-Schiebe-Schlüssel darstellen.

Foto Keltisches Gebäude © Luca Giarelli

Römische Schlüssel

Von sogenannten römischen Schlüsseln ist die Rede, wenn es um die Schließtechnik der Kaiserzeit um Christi Geburt geht. Es handelt sich dabei um sogenannte Hebe-Schiebe-Schlüssel, die gut an ihrem abgewinkelten Bart zu erkennen sind. Man geht davon aus, dass dieses System nicht nur bei Türverriegelungen zur Anwendung kam, sondern ebenso bei verschließbaren Behältern wie Truhen oder Kästchen. Auch erste Formen von Schlüsselringen sind in dieser Zeit anzusiedeln.

Gotische Schlüssel

Der Gotische Schlüssel lässt sich gut anhand der optischen Charakteristika seiner Reite identifizieren, die häufig in Bogen-, Pass- oder Blattform ausgestaltet wurde. Doch der Schlüssel-Bart ist ein ebenso interessanter Bestandteil des gotischen Schlüssels, da er laut Regensburger Zunftordnung ab 1393 passgenau auf das Schloss abgestimmt werden musste, sodass es sich mit keinem anderen Schlüssel öffnen lässt. Heutzutage sind Schließsysteme selbstverständlich weitaus komplexer und mit unseren Intratone Transpondern ist zudem ein ausgefeilter Kopierschutz garantiert!

Foto ©Niederlausitzer Heidemuseum

Laternengriffschlüssel

Im 16. Jahrhundert erreichte die Kunst der Schlüssel- und Schlossherstellung mit der Herstellung der Laternengriffschlüssel ihren Höhepunkt. Vor allem die in Frankreich angefertigten Schlüssel überzeugen besonders in puncto Schmiedekunst. Die Schlüsselreide der Laternengriffschlüssel wurde zum turmartigen – einer Laterne oder einem Korb ähnlichen sehenden – Aufbau stilisiert. Die feine Ausarbeitung wurde durch die präzise Bohr- und Schneidetechnik sowie Stahldreharbeit möglich. Trotz der Feingliedrigkeit der Schlüssel waren diese stark genug um den Schlossmechanismus in Gang zu setzen.

Mittelalter

Im Mittelalter waren insbesondere Drehschlüssel aus Bronze weit verbreitet, die zwischen 5 bis 12cm groß waren. Da das Schlosshandwerk auf aufwändiges Dekorieren und Verzieren setzte, wurden Schlüssel nicht nur als Gebrauchsgegenstand genutzt, sondern oft auch als Amulett getragen.

Renaissance

Durch die aufkommende Stahlschnitttechnik war es in der Renaissance erstmals möglich, Figuren plastisch aus geschmiedeten Metallstücken herauszuarbeiten. Somit erhielten die 4-30 cm langen Drehschlüssel erweiterte Dekorationsmöglichkeiten. Zudem hatten sie Bärte mit feinen Einschnitten, welche meist sternförmig, kreuzförmig oder mäandrisch durchbrochen waren. Je nach Region, entwickelten sich in Europa verschiedene Stile. Während in Deutschland, Österreich und der Schweiz Schlüssel mit gerollter Ornamentik und Griffen aus Doppelspiralen typisch waren, wurden Schlüssel in Italien oder Frankreich mit Grotesken, Chimären oder (Fabel)-Wesen des Meeres verziert.

Rokoko-Schlüssel

Durch die Mode des Brief-Schreibens kam es im Rokoko, einer Stilrichtung von 1730 bis 1780, zu einer Verarmung des Schlüssels, denn durch die Anfertigung prachtvoller Schreibtische wurden Schlüssel mit reichen Verzierungen verdrängt. Die 5-25 cm langen Drehschlüssel traten deshalb hauptsächlich als einfache, schlichte Schlüssel aus Bronze auf und zeichneten sich vor allem durch eine asymmetrischer Reide, welche mit Schweifmustern oder Blattwerden verziert waren, aus. Auch wenn Sie solche Schlüssel sicherlich nicht mehr verwenden, bieten wir ihnen natürlich die ideale Lösung für eine bequeme und sichere Schlüsselverwaltung.

18. & 19. Jahrhundert

Langsam verabschieden wir uns innerhalb dieses Zeitraumes vom handgeschmiedeten Schlüssel. Grund dafür ist – wie in vielen handwerklichen Branchen zu dieser Zeit – die industrielle Revolution. Die serielle Produktion von Schlüsseln und Schließmechanismen im Allgemeinen ist auf dem Vormarsch und es finden tatsächlich richtige Wettbewerbe zwischen Entwicklern und Schlossknackern statt. Wem es gelingt, ein als sicher geltendes Schloss in einer vorgegebenen Zeit zu knacken, kann sich im 19. Jahrhundert über hohe Geldpreise freuen. Schlossknacker haben heutzutage bei unseren Transponder-Leseeinheiten keine Chance mehr! Für die Authentifizierung zwischen Sender und Empfänger wird nämlich ein sogenannter „Rolling-Code“ genutzt, der sich nach jeder Interaktion erneuert und einen vollen Kopierschutz garantiert!

Schlagschlüssel

Wir kennen Sie alle: die handelsüblichen Schlagschlüssel, wie sie beinahe jeder besitzt. Die Profilkerben sind alle einheitlich auf der tiefsten Stelle. Mit solchen Schlüsseln und einer besonderen Schlagtechnik lassen sich die meisten Schließzylinder öffnen. Nur allzu gerne gehen solche Schlüssel in den Untiefen unserer Taschen verloren und bereiten uns nervenaufreibende Minuten des „Schlüsselwühlens“… das muss aber nicht mehr sein.

Dank unserer Handsfree Transponderschlüssel, reicht es aus, wenn sich der Schlüssel in einer Reichweite von etwa einem Meter zur Transponderleseeinheit befindet, die wahlweise in eine unserer Gegensprechanlagen oder auch alleinstehend installiert werden kann. Bei Funkkontakt entriegelt sich die Haustür dann automatisch.

Zugangssysteme mit Transponder

Die Technik ist inzwischen so weit fortgeschritten, dass mechanische Schließsysteme in vielen Bereichen obsolet geworden sind. Stattdessen bietet ein modernes Zugangssystem Transponder an und erleichtern bereits überall auf der Welt vielen Menschen den Alltag:

Die innovativen Transponderschlüssel müssen sich nämlich lediglich in einer Entfernung von einem Meter zur passenden Leseeinheit befinden, um die Haustür zu entriegeln – egal ob sie nun versteckt in der Jacken-, Hand- oder Hosentasche liegen. Das macht sie zu einer barrierefreien Lösung!

Elektronische Schlüssel und Zugangssysteme mit Transponder

Sie interessieren sich für elektronische Schließsysteme und Zugangssysteme mit Transponder? Dann sind Sie bei Intratone genau an der richtigen Adresse: Wir garantieren nachhaltige, barrierefreie und innovative Zutrittskontrolle auf allen Ebenen!

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